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21. März: Frühlingstagundnachtgleiche

Tag und Nacht sind an diesem Datum gleich lang, wenn der Frühling die Umwelt mit einem wiederbelebendem Wachstum erwachen läßt. Neugeborene Tiere kommen heraus um die Welt zu erkunden. Viele Menschen fühlen sich nach der Kälte des Winters wie "Wiedergeboren". Die germanische Göttin Ostara fliegt über das Land und hinterläßt die Eier eines neuen Lebens und ihr Fruchtbarkeitstier, den Hasen. Am ersten April wurden auch Feste zu Ehren der griechischen Göttin Aphrodite und der römischen Göttin Venus gefeiert.

30. April: Walpurgisnacht/Beltane

Wenn das Wetter wärmer wird und alle Pflanzen blühen, herrscht ein ausgelassenes Gefühl. Früher tanzten die Leute um den Maibaum, der ihnen Fruchtbarkeit versprach. In manchen Traditionen heiratet an diesem Tag die jungfräuliche Göttin ihren Geliebten, den jungen Gott.

Der 1. Mai war der Mittelpunkt einer Fünftagefeier zu Ehren von Flora, der römischen Göttin der Blumen. Man erzählt sich, daß der Morgen des ersten Mai ein magischer Moment allergrößter Kraft für das Wasserelement sei: Dann gingen die Jungfrauen aus um ihre Gesichter im Morgentau zu waschen, und die Heiler sammelten wildes Wasser (Tau- Fluß- oder Meerwasser), das für das kommende Jahr als Basis für heilende Medikamente oder Tränke diente.

21. Juni: Sommersonnenwende/Mittsommer

An diesem längsten Tag im Jahr gibt es Licht und Leben im Überfluß. Wir konzentrieren uns nach außen hin, erfahren die Freude des Überflusses, feiern die Fülle der Jahreszeit. Um diese Zeit werden überall Jahrmärkte und Feste veranstaltet, und in den nördlichen Ländern fand das Thing (Parlament) statt. In manchen Ländern feiert man die Veränderung des Grünen Mannes zum Sonnenkönig, oder das Gefecht der Lichtgötter mit den Göttern der Finsternis. Man erzählt sich, daß Rhea, die Berggöttin und die Mutter Cretes, in diesem Moment, der auch das Fest der chinesischen Lichtgöttin ist, die ganze Schöpfung ausgeatmet hat.

31. Juli: Lammas/Erntedankfest

Dies ist das sächsisch/germanische Brotfest, Lammas, wo während einer rituellen Mahlzeit die erste Kornernte verzehrt wird. Dieser Tag ist auch der griechischen Mondgöttin Artemis geweiht.

21. September: Herbsttagundnachtgleiche

An diesem Tag sind Licht und Finsternis wieder im Gleichgewicht, bevor wir in die finstere Zeit hinabsteigen. Es wird ein Erntedankfest veranstaltet und wir danken der Göttin, daß sie uns genug Nahrung für den Winter gegeben hat. In ländlichen Umgebungen werden noch heute verschiedene Erntedankfeste veranstaltet.

Das Rad des Jahres

Wir kehren wieder zum Ausgangspunkt, Samhain zurück, nachdem wir das Rad des Jahres mit seinen acht Speichen durchreist haben: Die vier wichtigen landwirtschaftlichen Feste, und die vier weniger wichtigen Sonnenfeste.

Für Hexen sind die Feste sowohl Momente der Feier, als auch des Umgangs mit den Kräften der alten Götter. Es sind Momente, in denen die Pforten zwischen den Welten geöffnet sind und die Götter Hand in Hand am Tanz des menschlichen Lebens teilnehmen. Es ist nicht verwunderlich, daß viele Wicca-Festtage mit den Festtagen des christlichen Kalenders zusammenfallen. Das ist kein Zufall: Diese Punkte im Jahreszeitenkreis waren lange vor der Ankunft des Christentums wichtige Gemeinschaftsfeste. Die Kontinuität dieser Feste über Jahrtausende hinweg deutet hin auf eine tiefe spirituelle Wahrheit, die in diesen Momenten gefeiert wurden und noch immer werden. Für Hexen können diese Jahrszeitenmysterien nie zu einem geschriebenen Dogma reduziert, oder gar als absolute Lehre oder Glaubensbekenntnis in einem System untergebracht werden. Wicca ist eine Mysterienreligion, die auf Mysterien gegründet ist, die jeden Eingeweihten auffordern seine eigene Auffassung des sich drehenden Rades der Jahreszeiten zu suchen. Jede Hexe muß seine, oder ihre eigene Reise durch die Jahreszeiten unternehmen, um sie zu feiern, zu durchwandern und eigene Begriffe zu entwickeln. Für Hexen enthüllen die Zyklen der Natur die verborgenen, aber ständig vorhandenen Mysterien der Göttin und des Gottes. Wie der Frühling dem Sommer, dem Herbst und dem Winter weicht, so offenbaren sich auch die Götter. Die Zyklen von Leben und Tod sind alle das ist der lebendige Körper der Göttlichkeit.

Grafik Feuer